Ist Neue Zürcher Zeitung eine seriöse Quelle?

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Ist nzz.ch zuverlässig? – Warum diese Frage wichtig ist

In einer Zeit, die von Informationsüberflutung und polarisiertem öffentlichem Diskurs geprägt ist, war die Zuverlässigkeit großer Nachrichtenportale nie wichtiger als heute. Für Leserinnen und Leser in der Schweiz und international steht nzz.ch – das digitale Zuhause der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) – seit langem für Qualität im Journalismus. Doch garantiert der historische Ruf auch heute noch eine vertrauenswürdige, hochwertige Berichterstattung? In dieser Analyse beleuchten wir die Zuverlässigkeit von nzz.ch anhand von Kriterien wie journalistischer Qualität, Transparenz und Rechenschaftspflicht.

Kurze Geschichte von nzz.ch und der Neuen Zürcher Zeitung

Die Neue Zürcher Zeitung wurde 1780 gegründet und gehört damit zu den ältesten durchgehend erscheinenden Zeitungen der Welt. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die NZZ als das, was oft als „Referenzzeitung“ der Schweiz bezeichnet wird, etabliert und ist bekannt für ihre fundierte internationale Berichterstattung sowie eine liberal-demokratische Ausrichtung [1]. Heute setzt nzz.ch dieses Erbe im digitalen Zeitalter fort und richtet sich an eine vielfältige und internationale Leserschaft. Die Redaktion hat ihren Sitz in Zürich und ist Teil der NZZ Mediengruppe, einem börsennotierten Medienunternehmen, das nach eigenen Angaben auf eine Tradition redaktioneller Unabhängigkeit setzt.

In internationalen Medienführern und Enzyklopädien wird die NZZ als analytisch tiefgründig und zurückhaltend in der Berichterstattung beschrieben. So heißt es beispielsweise in der Encyclopaedia Britannica, die NZZ sei „bekannt für ihre sorgfältige, unsensationalistische Berichterstattung und ihre maßgebliche internationale Berichterstattung“ [2]. Solche Anerkennungen unterstreichen, warum Fragen zur Zuverlässigkeit dieser Zeitung nicht nur in der Schweiz, sondern auch bei allen, die sich für Qualitätsjournalismus interessieren, ernst genommen werden.

Was macht eine Nachrichten-Website „zuverlässig“?

Bevor wir auf die Besonderheiten von nzz.ch eingehen, ist es wichtig zu definieren, was im Journalismus unter Zuverlässigkeit verstanden wird. Für NewsWall – und die meisten großen Medienbeobachter – umfasst Zuverlässigkeit mehrere zentrale Dimensionen:

  • Genauigkeit: Sind die Fakten korrekt und überprüfbar?
  • Transparenz: Gibt die Redaktion Quellen, Korrekturen und Eigentumsverhältnisse offen an?
  • Unabhängigkeit: Ist die Berichterstattung frei von politischer oder wirtschaftlicher Einflussnahme?
  • Rechenschaftspflicht: Werden Fehler anerkannt und korrigiert?

Diese Grundsätze bilden die Basis unserer Bewertung und entsprechen den Best-Practice-Empfehlungen aus Wissenschaft und Branche.

NewsWalls Einschätzung: gut (2)

Das evidenzbasierte Mediensiegel von NewsWall bewertet nzz.ch anhand einer Vielzahl objektiver Indikatoren, darunter unabhängige Faktenchecks, Entscheide des Presserats, wissenschaftliche Studien und Anerkennungen durch Branchenpreise. Unsere Bewertung gut (Punktzahl: 2) ergibt sich aus der Gewichtung positiver und negativer Indikatoren mittels einer transparenten Bewertungsformel.

Note Ergebnis
sehr gut 1+ > 89
1 89 - 84
1− 83 - 79
1-2 78 - 77
gut 2+ 76 - 72
2 71 - 67
2− 66 - 62
2-3 61 - 60
befriedigend 3+ 59 - 55
3 54 - 49
3− 48 - 44
3-4 43 - 42
ausreichend 4+ 41 - 37
4 36 - 32
4− 31 - 26
nicht bestanden 5 < 26
Neue Zürcher Zeitung erreicht in unserer Bewertung der journalistischen Qualität insgesamt 48 Pluspunkte und 21 Minuspunkte.
Dies entspricht einem Ergebnis von 67* bzw. der Note 2 (gut).
*: (48 + 5 BP) * 100 / (48 + 5 BP + 21 + 5 BP)

Dieser Artikel baut auf den zugrundeliegenden Nachweisen und Argumenten des NewsWall-Urteils auf und bietet weiterführenden Kontext sowie Detailinformationen.

So läuft diese Bewertung ab

Um die Frage „Ist nzz.ch zuverlässig?“ fundiert beantworten zu können, prüfen wir acht Kriterien, die allgemein als Säulen journalistischer Zuverlässigkeit anerkannt sind:

  1. Redaktionelle Unabhängigkeit & Eigentümerstruktur
  2. Faktengenauigkeit & Korrekturpolitik
  3. Quellentransparenz & Verifikationspraktiken
  4. Politische oder ideologische Ausrichtung
  5. Auszeichnungen & Anerkennung durch Fachkreise
  6. Presserats-Entscheide & Kritik
  7. Wissenschaftliche & Watchdog-Bewertungen
  8. Digitale Nutzererfahrung & Vertrauenssignale

Mit diesem Ansatz möchten wir den Leserinnen und Lesern eine umfassende, differenzierte Perspektive auf die Zuverlässigkeit von nzz.ch vermitteln.


Kriterium 1 – Redaktionelle Unabhängigkeit & Eigentümerstruktur: Ist nzz.ch frei von unzulässigen Einflüssen?

Eigentümerstruktur und Governance sind entscheidend für die Einschätzung der Unabhängigkeit eines Mediums. nzz.ch wird von der NZZ Mediengruppe betrieben, einem börsennotierten Unternehmen mit langer Tradition im Schweizer Medienmarkt. Der Verwaltungsrat hat in der Vergangenheit auch Persönlichkeiten aus den Reihen der liberalen FDP (Freisinnig-Demokratische Partei) umfasst. Nach Angaben des Unternehmens verpflichten sich die heutigen Redaktionsrichtlinien jedoch ausdrücklich dazu, redaktionelle Entscheidungen von Eigentümerinteressen zu trennen.

Internationale Medienbeobachter wie Eurotopics beschreiben die NZZ als traditionell liberal-demokratisch ausgerichtet und betonen, dass ihre redaktionelle Linie der FDP nahestehe [3]. Diese Positionierung ist offen kommuniziert und Teil der redaktionellen Tradition der Zeitung, nicht das Ergebnis verdeckter Einflussnahme.

Kriterium 2 – Faktengenauigkeit & Korrekturpolitik

Genauigkeit ist das Herzstück verlässlicher Berichterstattung. Unabhängige Bewertungsdienste bescheinigen nzz.ch hier hohe Standards. Laut Media Bias/Fact Check (MBFC) wird die englischsprachige Ausgabe der NZZ als „Mostly Factual“ (weitgehend faktenbasiert) eingestuft – das ist die zweithöchste Bewertungsstufe im MBFC-System –, und sie trägt das Label „Right-Center“ (rechts der Mitte) [4].

Wir haben bei unserer Recherche keine Hinweise darauf gefunden, dass nzz.ch von einer bedeutenden unabhängigen Faktencheck-Organisation negativ bewertet wurde. Eine explizite Korrektur-Richtlinie ist auf nzz.ch derzeit nicht öffentlich einsehbar; die Redaktion veröffentlicht jedoch vereinzelt Berichtigungen im Artikeltext selbst.

Kriterium 3 – Quellentransparenz & Verifikationspraktiken

Transparenz bei Quellenangaben ist ein zentrales Merkmal glaubwürdiger Berichterstattung. In den Artikeln der NZZ werden häufig namentlich genannte Experten, offizielle Dokumente oder direkte Zitate als Grundlage genutzt, insbesondere bei komplexen politischen oder wirtschaftlichen Themen.

Wissenschaftliche Analysen wie das Medienqualitätsrating der Universität Zürich ordnen die NZZ seit Jahren unter den Schweizer Tageszeitungen mit den höchsten Werten für Quellenangaben und Kontextualisierung ein [5].

Kriterium 4 – Politische oder ideologische Ausrichtung: Beeinträchtigt eine Mitte-rechts-Orientierung die Zuverlässigkeit?

Keine Redaktion ist vollkommen frei von Perspektive. Die NZZ wird weithin als mitte-rechts orientiert eingeschätzt – dies bestätigen MBFC sowie zahlreiche wissenschaftliche und medienkundliche Quellen. Diese Ausrichtung zeigt sich vor allem in der Berichterstattung über Wirtschaft, internationale Beziehungen und Schweizer Politik.

Uns sind keine unabhängigen Watchdogs oder wissenschaftlichen Studien bekannt, die systematische Muster von Falschinformation oder parteiischer Verzerrung bei nzz.ch festgestellt hätten. Wie bei vielen führenden Medienhäusern gibt es zwar Kritik an redaktionellen Auswahlentscheidungen, diese allein bedeuten jedoch nicht zwangsläufig mangelnde Zuverlässigkeit, solange die Berichterstattung faktenbasiert und fair bleibt.

Kriterium 5 – Auszeichnungen & Anerkennung durch Fachkreise

Anerkennung durch Fachkollegen gilt als ein wesentliches Indiz für journalistische Qualität. Journalistinnen und Journalisten der NZZ wurden mehrfach mit renommierten Medienpreisen in der Schweiz ausgezeichnet, darunter dem Zürcher Journalistenpreis. Laut offizieller Preisträgerliste erhielten beispielsweise Anja Jardine und Claudia Rey diese Auszeichnung für investigative Recherchen und besondere Reportagen.

Der LGT-Überblick über Schweizer Zeitungen hebt hervor: „Statt auf Infotainment setzt diese Publikation auf hochstehende Information.“[6]

Kriterium 6 – Presserats-Entscheide & Kritik

Auch die besten Redaktionen machen Fehler – Transparenz im Umgang damit ist zentral. In den vergangenen Jahren hat der Schweizer Presserat Entscheide gefällt, die die NZZ oder ihre Sonntagsausgabe (NZZ am Sonntag) betrafen. So wurde in einem Entscheid 2024 festgestellt, dass ein Artikel entscheidende Hintergrundinformationen ausgelassen und damit gegen Transparenzstandards verstoßen habe [7].

Solche Feststellungen sind nicht einzigartig für die NZZ; auch andere Schweizer Medien sind Gegenstand ähnlicher Entscheide gewesen. Die öffentliche Dokumentation und Berichterstattung darüber zeigt die externe Kontrolle und die Bedeutung ständiger Verbesserungsprozesse.

Kriterium 7 – Wissenschaftliche & Watchdog-Bewertungen

Neben Watchdog-Organisationen und Branchenpreisen liefern auch wissenschaftliche Analysen wichtige Einblicke in die Zuverlässigkeit. Das Medienqualitätsrating Schweiz – ein Projekt des fög-Instituts der Universität Zürich – sieht die NZZ unter den Schweizer Tageszeitungen mit den höchsten Qualitätswerten. Im Medienqualitätsbericht 2024 erhält die NZZ eine Gesamtbewertung von etwa 7,4 von 10 Punkten, was den Ruf für Tiefe und Zuverlässigkeit bestätigt [8].

Auch international wird die NZZ von Medienbeobachtern und Branchenservices regelmäßig zu den renommiertesten Zeitungen der Welt gezählt.

Kriterium 8 – Digitale Nutzererfahrung & Vertrauenssignale

Digitale Glaubwürdigkeit ist heute ein wichtiger Faktor. nzz.ch investiert stark in digitales Design, Datenschutz und die gesamte Nutzererfahrung. NZZone, die Vermarktungstochter der Plattform, hebt das Angebot „glaubwürdiger, fundierter Nachrichten“ und eine hochwertige Leserschaft hervor. Auch wenn Nutzerbewertungen in App-Stores keine direkte Messgröße für journalistische Qualität sind, erhält nzz.ch für Übersichtlichkeit, Themenvielfalt und Vertrauenswürdigkeit positives Feedback.


Teil 2 baut auf diesen Kriterien auf, wertet die Belege aus, liefert eine detaillierte Analyse und gibt eine klare, fundierte Antwort auf die Frage: Ist nzz.ch zuverlässig?


Evidenz-Synthese: Wie beantworten die Quellen die Frage „Ist nzz.ch zuverlässig?“

Um eine ausgewogene Antwort auf die Frage „Ist nzz.ch zuverlässig?“ zu geben, haben wir zahlreiche Quellen ausgewertet – darunter Entscheide des Schweizer Presserats, unabhängige Medienbewertungen, akademische Forschung sowie die redaktionellen Praktiken der Plattform selbst. Das Ergebnis im Überblick:

  • Eigentümerstruktur und redaktionelle Richtlinien:
    Die NZZ ist im Besitz der NZZ Mediengruppe, eines börsennotierten Schweizer Unternehmens, das für redaktionelle Unabhängigkeit bekannt ist. Historische Verbindungen zur FDP werden offen benannt; die heutige Governance trennt laut eigenen Angaben die Redaktion explizit von Eigentümerinteressen.

  • Kontrolle durch den Presserat:
    Wie andere große Schweizer Medien stand die NZZ unter Beobachtung des Schweizer Presserats. Ein Entscheid aus dem Jahr 2024 beanstandete etwa, dass in einem Artikel der Sonntagsausgabe (NZZ am Sonntag) wesentliche Hintergrundinformationen fehlten und so die Transparenzstandards nicht eingehalten wurden. Solche und ähnliche Entscheide sind öffentlich einsehbar und belegen, dass externe Kontrollmechanismen funktionieren – und auch Traditionsmedien bei Defiziten in der Genauigkeit oder Kontextualisierung zur Rechenschaft gezogen werden.

  • Bewertungen unabhängiger Watchdogs:
    Die englischsprachige Ausgabe der NZZ wird von Media Bias/Fact Check (MBFC), einem anerkannten internationalen Medienbeobachter, als „Mostly Factual“ und „Right-Center“ eingestuft. Wir haben in unserem Review keine negativen Faktenchecks identifiziert. Diese unabhängigen Ratings heben durchgehend die hohe Faktenorientierung der NZZ hervor und weisen zugleich auf eine mittig-rechte redaktionelle Linie hin.

  • Akademische Benchmarks:
    Das Medienqualitätsrating der Universität Zürich (fög) – eine wissenschaftlich begutachtete Evaluation – sieht die NZZ 2024 unter den führenden Schweizer Tageszeitungen mit einem Gesamtwert von etwa 7,4 von 10 Punkten. Dies unterstreicht die anhaltende Stärke des Hauses im analytischen Qualitätsjournalismus.

  • Stichprobe aus der Berichterstattung:
    Analysen aktueller NZZ-Berichte zeigen insgesamt eine sorgfältige, faktenbasierte und quellenoffene Berichterstattung. Artikel verweisen häufig auf Experten und offizielle Dokumente und bieten relevanten Kontext. Während einzelne Fehler oder Lücken im Hintergrund – wie im Fall des Presserats – festgestellt wurden, erscheinen diese auf Basis unserer Prüfung als Ausnahmen und nicht als Regel.

Ausgewogene Analyse: Stärken, Schwächen & Einordnung

Stärken

  • Hohe Reputation für Genauigkeit und Tiefe:
    Die NZZ genießt hohes Ansehen für ihre analytische Berichterstattung, insbesondere in den Bereichen Wirtschaft und internationale Politik.
  • Transparenz und Korrekturpolitik:
    Die NZZ verpflichtet sich öffentlich zu Fehlerkorrekturen und veröffentlicht Aktualisierungen auf ihrer Website.
  • Anerkennung durch Fachkreise und Wissenschaft:
    Das Haus wird regelmäßig mit Journalistenpreisen ausgezeichnet und erreicht sehr gute Bewertungen in wissenschaftlichen Medienanalysen.
  • Konsistente externe Ratings:
    Unabhängige Organisationen bewerten die NZZ als „mostly factual“, auch unter Berücksichtigung ihrer redaktionellen Linie.

Schwächen und Einschränkungen

  • Redaktionelle Ausrichtung:
    Die mittig-rechte Orientierung der NZZ ist offen kommuniziert und kann insbesondere bei wirtschaftlichen oder politischen Themen Einfluss auf Themenauswahl und Gewichtung nehmen.
  • Einzelfälle beim Presserat:
    Gelegentliche Rügen des Schweizer Presserats – etwa wegen fehlender Hintergrundinformationen – zeigen, dass auch hohe Standards nicht unfehlbar sind.
  • Thematische Lücken:
    Wie in jeder großen Redaktion spiegeln manche Beiträge auch die Prioritäten oder Perspektiven der Chefredaktion wider.

Einordnung

Als „Referenzzeitung“ der Schweiz unterliegt die NZZ besonders hohen Ansprüchen und einer intensiven Beobachtung. Die Auswertung zeigt: Die NZZ vertritt eine erkennbare Perspektive, doch bleibt der Journalismus in den überprüften Punkten faktengestützt und professionellen Standards verpflichtet.

Urteil: Also, ist nzz.ch zuverlässig?

Gestützt auf unabhängige wissenschaftliche Bewertungen, Ratings durch Watchdogs, die Kontrolle durch den Presserat und eine Analyse redaktioneller Praxis kommen wir zu dem Schluss, dass nzz.ch hohe Standards journalistischer Zuverlässigkeit erfüllt. Die Plattform erhält von NewsWall das Rating gut (2), was sowohl die starke Faktenbasis als auch das Bekenntnis zu Transparenz widerspiegelt. Einzelne Fehler und eine erkennbare redaktionelle Haltung, wie in unserem Review festgestellt, schmälern die Zuverlässigkeit der Nachrichten insgesamt nicht.

FAQ – Häufige Fragen zu „Ist nzz.ch zuverlässig?“

Wer besitzt nzz.ch und beeinflusst das die Zuverlässigkeit?
nzz.ch gehört der NZZ Mediengruppe, einem börsennotierten Schweizer Medienunternehmen. Governance-Reformen und öffentliche Leitlinien sichern redaktionelle Unabhängigkeit zu.

Gilt nzz.ch als links oder rechts?
Die meisten Medienbeobachter ordnen die NZZ als mitte-rechts ein, besonders bei Wirtschafts- und Politikthemen. Unabhängige Ratings bewerten die Berichterstattung jedoch durchweg als überwiegend faktenbasiert.

Wie überprüft nzz.ch seine Informationen?
NZZ-Artikel verweisen in der Regel auf namentlich genannte Experten und offizielle Quellen; die Redaktion arbeitet mit mehrstufigen Prüfungs- und Faktencheck-Prozessen.

Wurde nzz.ch schon einmal der Verbreitung von Falschinformationen beschuldigt?
Wir haben bei unserer Recherche keine Hinweise auf substanzielle Vorwürfe von unabhängigen Faktencheckern gefunden. Einzelne Korrekturen und Presserats-Entscheide unterstreichen die Bedeutung von Transparenz.

Welche Auszeichnungen hat nzz.ch für Journalismus erhalten?
Journalistinnen und Journalisten der NZZ wurden mehrfach mit bedeutenden Schweizer Medienpreisen, darunter dem Zürcher Journalistenpreis, für investigative und besondere Reportagen ausgezeichnet.

Fazit: Das große Bild zur Zuverlässigkeit von nzz.ch

Ist nzz.ch zuverlässig? Alle vorliegenden Belege sprechen für eine positive Bewertung – auch wenn, wie bei jeder Nachrichtenquelle, eine kritische Haltung und vielfältige Perspektiven wichtig bleiben. Die Verbindung aus historischer Glaubwürdigkeit, starken Faktenratings, transparenter Korrekturpolitik und regelmäßiger externer Kontrolle positioniert die NZZ unter den zuverlässigsten Medien der Schweiz und darüber hinaus.

Notenzusammensetzung
Das Gesamtrating setzt sich aus den folgenden Einzelbewertungen unabhängiger Dritter zusammen:
Media Bias/Fact Check13 +, 7 -
Media Bias/Fact Check (MBFC) ist eine amerikanische Faktenchecker-Website, die 2015 gegründet wurde. Sie verwendet eine 0-10-Skala, um Websites in zwei Bereichen zu bewerten: Voreingenommenheit und sachliche Richtigkeit. Eine Quelle, die von MBFC mit minimaler Voreingenommenheit bewertet wird, erhält 10 Pluspunkte. Bei maximaler Voreingenommenheit gibt es 10 Minuspunkte. Das gleiche Prinzip gilt für die sachliche Richtigkeit.
Studien16 +, 4 -
Die meisten wissenschaftlichen Veröffentlichungen, wenn auch nicht alle, stützen sich auf irgendeine Form von Peer Review oder redaktioneller Überprüfung, um Texte für die Veröffentlichung zu qualifizieren. Quellen, die in Studien genannt werden, die die Qualität und/oder Zuverlässigkeit der Medien bewerten, erhalten zwischen 10 Plus- und 10 Minuspunkten.
Journalismuspreise13 +
Journalistenpreise sind Auszeichnungen für herausragende journalistische Arbeiten in dem Zeitraum, auf den sich die Ausschreibung bezieht, also in der Regel ein oder zwei Jahre. Quellen erhalten einen Pluspunkt für jeden gewonnenen Journalistenpreis, den wir verfolgen. Derzeit erfassen wir bis zu drei prestigeträchtige Auszeichnungen pro Land.
Wikipedia6 +, 3 -
Die Zuverlässigkeit von Wikipedia wurde insbesondere in den 2000er Jahren häufig kritisiert. Verschiedene Studien und Medien haben jedoch darauf hingewiesen, dass sie sich im Laufe der Zeit verbessert hat und in den späten 2010er- und frühen 2020er-Jahren häufiger positiv bewertet wurde. Im Bewertungsmodell wird jeder positive Hinweis auf die Glaubwürdigkeit oder Qualität einer Quelle im Auszug einer Wikipedia-Seite mit einem Pluspunkt versehen – und umgekehrt bei negativen Erwähnungen.
    Englischsprachig
  • "German language daily newspaper"
    -> Independent reporting: Wikipedia's neutral description of NZZ. (+1)
    Context: The Neue Zürcher Zeitung is described as a German language daily newspaper published by NZZ Mediengruppe.

    "reputation as a high-quality newspaper"
    -> Independent reporting: Wikipedia summary statement based on reputation and cited sources. (+1)
    Context: The NZZ is described as having a reputation as a high-quality newspaper, as the German Swiss newspaper of record, and for detailed reports on international affairs.

    "set standards through an objective, in-depth treatment of subject matter"
    -> Independent evidence: Attributed to scholars Buse & Doerr regarding the NZZ's journalistic standards. (+1)
    Context: According to scholars, many prestige German newspapers followed NZZ's example because it set standards through objective, in-depth coverage.
    Deutschsprachig
  • "ist eine Schweizer Tageszeitung des Medienunternehmens NZZ-Mediengruppe"
    -> Independent reporting: Neutral description of the NZZ as a Swiss daily. (+1)
    Context: Die Neue Zürcher Zeitung ist eine Schweizer Tageszeitung des Medienunternehmens NZZ-Mediengruppe mit Sitz in Zürich.

    "zu den Leitmedien der Schweiz und des deutschsprachigen Raums gezählt"
    -> Independent reporting: Wikipedia describes NZZ as a leading media outlet in Switzerland/Germany. (+1)
    Context: Die NZZ wird als traditionsreiche Zeitung zu den Leitmedien der Schweiz und des deutschsprachigen Raums gezählt.

    "regelmässig im Wettstreit mit dem Echo der Zeit von Radio SRF 1"
    -> Independent evidence: Media ratings regularly place NZZ in top positions among Swiss media. (+1)
    Context: Die NZZ gelangt in Schweizer Medienratings in der Regel auf höchste Positionen, oft im Wettstreit mit SRF.

    "zwischen 'Ideologie, Aktivismus und Propaganda'"
    -> Accusation: Media scholar Klaus Meier criticizes NZZ as mixing ideology/propaganda (third-party, academic). (-1)
    Context: Medienwissenschaftler Klaus Meier ordnet die Arbeit der NZZ zwischen Ideologie, Aktivismus und Propaganda ein.

    "starke rechte Schlagseite erhalten"
    -> Accusation: Article in 'Republik' claims strong rightward editorial shift (third-party reporting). (-1)
    Context: Ein Artikel des Magazins Republik verlautbarte, die NZZ habe wegen einiger Artikel zu Klimafragen starke rechte Schlagseite erhalten.

    "gegen den Journalistenkodex verstößt"
    -> Accusation: Swiss Press Council found NZZ violated journalism code—highest credibility (regulator). (-1)
    Context: Der Schweizer Presserat rügte einen NZZ-Artikel, da ein Satz wichtige Informationen unterschlug und gegen den Journalistenkodex verstieß.
Presseratsentscheidungen7 -
Presseräte sind nationale Institutionen der Medienselbstregulierung. Presseräte haben einen eigenen Pressekodex definiert. Bei Verstößen gegen den Pressekodex (z. B. Wahrheitsgehalt, Sorgfalt, Sensationslust, Trennung von Werbung und Redaktion, Persönlichkeitsrechte) werden Rügen ausgesprochen. Für jede Rüge, die ein nationaler Presserat erteilt, erhält eine Quelle einen Minuspunkt.
Fact Checker
Wir verwenden hauptsächlich Faktenprüfer, die dem International Fact-Checking Network (IFCN) angeschlossen sind. Wir haben in der Überschrift einen Link zum Verhaltenskodex der Faktenprüfer des International Fact-Checking Network gesetzt. Für jeden nicht bestandenen Faktencheck gibt es einen Minuspunkt.
  • Uns sind bisher keine nicht bestandenen Faktenchecks bekannt.
Ad Fontes Media
Ad Fontes Media, Inc. ist eine in Colorado ansässige Organisation zur Überwachung der Medien, die vor allem für ihre Media Bias Chart bekannt ist, die Medienquellen nach politischer Voreingenommenheit und Zuverlässigkeit einstuft. Wir kombinieren die Bewertungen einzelner Artikel und Episoden, um einen gewichteten Durchschnitt zu bilden, wobei niedrig bewertete Artikel zunehmend höher gewichtet werden.
  • Eine Bewertung durch Ad Fontes Media wurde nicht gefunden.
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